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Was wir anders machen würden

Dennoch gibt es einige Dinge, die wir nun anders machen würden:

Steckdosen

Wir haben Steckdosen an Stellen wo wir sie nicht brauchen, dafür aber zum Ausgleich keine Steckdosen, da wo man welche gebrauchen könnte.
Ganz klare Fehleinschätzungen von uns. Am meisten fehlte uns eine Steckdose direkt im Eingangsbereich unter dem Lichttaster. Genau der Platz, der prädestiniert dafür ist, um einen Staubsauger anzuschließen.

Unterhalb jedes Schalters/Tasters gehört eine Steckdose! Das würden wir beim nächsten Haus nicht vergessen zu berücksichtigen.

Inzwischen haben wir uns einen spitzenmäßigen Akkusauger gekauft, um uns darüber nicht mehr ärgern zu müssen oder eine Steckdose nachrüsten zu lassen. Das Teil ist so gut, dass das olle Kabelding kaum noch genutzt wird. Wichtig in diesem Zusammenhang: Ausreichend Steckdosen im HWR vorsehen, damit die ganzen Akkugeräte die man dann auf einmal hat geladen werden können. 🙂

Und noch eine Steckdose an die wir nicht gedacht haben. Das Glasfasermodem benötigt eine Steckdose. Da dieses vom Techniker an der Wand verbaut wurde, wäre eine Steckdose in unmittelbarer Nähe hilfreich. Diese gibt es bei uns nicht, so dass das Modem mittels Verlängerungsleitung an der Steckerleiste im Netzwerkschrank hängt.

Also plant Steckdosen was das Zeug hält und denkt auch im Wohnbereich daran, dass ihr irgendwann vielleicht einmal die Möbel umstellen wollt. Eventuell wären am neuen Ort dann auch Steckdosen sinnvoll.

Insektenschutztür

Zusammen mit dem Haus haben wir bei Roth Massivhaus Insektenschutz bemustert und bestellt. Während die Rahmen vor den Fenstern schon ganz in Ordnung sind, ist unsere Insektenschutztür vor der Terrassentür eine echte Krankheit. Sie quietscht, sie knallt und das Schlimmste, sie dichtet nicht zu 100 Prozent ab. Das ist insbesondere deswegen ärgerlich, da wir in unserer Mietwohnung ein wirklich tolles Exemplar hatten, welches nichtmal teurer war. Noch immer haben wir die Hoffnung, dass ein großer Besuchshund einfach mal durch die Tür marschiert und die Haftpflichtversicherung des Besuchs für eine neue Tür aufkommen muss 😉

Wovon ich inzwischen nur schlechte Dinge gehört habe sind Insektenschutzrollos, die in den Jalousienkästen integriert sind. Teuer und schnell kaputt ist die Rückmeldung von Bauherren, mit denen ich bislang darüber sprach. Gut, dass Roth solchen Insektenschutz nicht im Angebot hatte, denn wir hätten ihn wohl genommen.

Die Treppe

Im Standard unserer Villa Lugana war eine System Bucher Treppe in Buche enthalten. Schon damals taten wir uns schwer einen passenden Farbton zu wählen. Buche Natur gehört für uns in die 90iger, ebenso wie terracottafarbene Polstermöbel. Also mussten wir sehen, dass die Treppe einen ansprechenden Hartwachsüberzug erhält. Unsere Wahl fiel auf Ebenholz. Rein farblich ist die ganze Sache nicht wirklich schlimm, dafür aber die Optik der Oberfläche.

Diese ist einfach nur matt und nicht glänzend wie das Muster. Was laut Hersteller ein Plus an Sicherheit ist, damit man auf Socken nicht unfreiwillige Stunts hinlegt, sieht für uns leider suboptimal aus. Abhilfe schafft klarer Hartwachs, den wir in regelmäßigen Abständen auftragen könn(t)en.Überhaupt würden wir uns inzwischen wohl doch eher für eine Betontreppe entscheiden, die dann gefliest wäre.

Alle Betontreppen, die wir so im Hood gesehen haben, sehen wesentlich ansprechender als unsere System Bucher Treppe aus. Ganz klar unsere Fehlentscheidung zuzüglich einer nicht vorher abzusehenden Differenz zwischen Muster und Realität.

Klinker / Schwalbenabwehr

Nach 18 Monaten im Haus kann man schon ganz gut erkennen, dass die Fassade über die Zeit nicht sauberer geworden ist. Klinker erscheinen uns daher inzwischen als erstrebenswert. Insbesondere weil es in der Nachbarschaft einige sehr gelungene verklinkerte Fassaden gibt. Neben der theorethischen Möglichkeit diese Fassade eventuell einfacher zu reinigen, finden Schwalben an dieser auch keinen Halt, um Nester zu bauen.

Mehrmals im Jahr, insbesondere im Frühsommer suchen sich diese agilen Piepmatze nämlich einen Platz für den Nestbau. Putzfassaden mit hellem Dachüberstand und möglichst drei Seiten, an die sich das Nest aus Speichel und Lehm bauen lässt, sind hierbei besonders beliebt.

Wer den Schwalben lieber nachsieht, als sich um deren Abwehr zu sorgen, streicht entweder seinen Dachüberstand dunkel, lässt die Fassade Klinkern (Verblendsteine sollten auch gehen) oder rüstet seinen Dachkasten gleich mit Schwalbenabwehrspikes aus.

Gerade bei Stadtvillen lässt sich das in der Bauphase recht einfach und kostengünstig machen. Später muss man dann rund 1.000€ investieren, um dies von Handwerkern erledigen zu lassen oder sich selbst in luftige Höhe begeben, um in 6 bis 7 Metern für die Befestigung der Spikes zu sorgen. Da macht sich das Herumturnen auf dem Baugerüst doch um Einiges leichter.

Blitzschutz

Wir haben für rund 300€ Blitzschutzfahnen vorsehen lassen. Diese enden jedoch knapp über dem Boden und sind so nicht ganz so hilfreich, wenn es blitzt und donnert. Das war uns von Anfang an bewusst. Auch hier hätten wir direkt in der Bauphase für die Realisierung einer Blitzschutzanlage sorgen müssen. Günstiger bekommt man es später nicht hin.

Doch wie es scheint sind wir nicht die Einzigen, die hieran nicht gedacht haben. Genau ein Haus im Rousseau Park (auch von Bau-GmbH Roth gebaut) hat eine vollständige Blitzschutzanlage.

5 Antworten

  1. Stefano sagt:

    Hallo John,
    vielen dank für dein Blog und für die Zeit die dahinter steckt! Ich war auf der Suche nach Infos über Loxone und habe einen Beitrag im Blog gefunden. Nach und nach habe ich auch andere Beiträge gelesen und in den meisten Fällen hatte ich den Gedanke „ach, da ist noch einer, der sich solche Fragen gestellt hat“ 😀

    Diesen Beitrag fand ich sehr hilfreich, weil es genau die Themen zusammengefasst hat, worüber ich mir ständig gedanke mache. Mit meiner Verlobte habe ich mich entschlossen, unser Haus zu bauen.
    Da wir in 2020 sind, finde ich es einfach angemessen Smarthome technik einzubauen und wie du schon geschrieben hast, nicht weil ich die Beleuchtung vom Handy aus steuern kann, sondern um sachen automatisiert geschehen zu lassen. Ich habe noch viele offene Punkte, der größte ist aber immer noch: KNX, Loxone, Crestron oder Control4? Bislang (das heißt bevor ich mich etwas umfangreicher mit Loxone beschäfitgt habe) war ich ziemlich davon überzeugt, den Weg KNX + Crestron zu folgen. Ein Kumpel kennt sich mit Crestron aus und würde mir dabei helfen. Die Grundprogrammierung würde aber eine Firma im Auftrag bekommen. Große Nachteile: Teuer + Abhängigkeit vom Programmierer. Nach viele Videos von „die Allroundbastler“ auf Youtube (ebenso geile Beiträge!) kam ich zu dem Gedanke, wo ich Loxone und vor allem die Programmierung in Config vielleicht doch bevorzüge. Mir jagd aber schrecklich Angst ein, dass es Loxone mal nicht mehr geben könnte, bzw. dass der MS den Geist aufgibt und man dann im Dunkel steht (da würde mich Madame gnadenlos umbringen). Sind solche Sorgen deiner Meinung nach begründet?

  2. John sagt:

    Hi Stefano, vielen Dank für die Blumen. Es freut mich, dass du hier hilfreiche Informationen finden konntest.

    Die Entscheidung für ein Produkt oder eine Lösung solltest du ganz klar abhängig von den Bedürfnissen deiner Familie machen. Dann ist ein wichtiger Aspekt, was du selbst für ein Typ bist.
    Bist du jemand mit einem Grundverständnis von Logik und ggf. Mathematik oder überfordert dich in der Regel bereits die Nutzung von Excel?

    Was gibt euer Budget her? Möchtet ihr die rundum sorglos Variante, um du dich nie selber kümmern willst/musst?

    In keinem Fall würde ich die Wahl für ein System davon abhängig machen, was ein Bekannter/Verwandter/Freund an Konfigurationskenntnissen hat! Du kannst dich einfach nicht darauf verlassen, dass dieser Ansprechpartner immer zur Verfügung stehen wird.

    Wie du es selber ja schon geschrieben hast: Nimm dir einen Profi mit ins Boot. Der Profi macht das täglich und verdient damit in der Regel seinen Lebensunterhalt. Der Profi kann ganz klar unterscheiden was sinnvoll ist und was ggf. eher Spielkram.
    Letztendlich möchtest du ein System haben, welches auch funktioniert, wenn du zwei Wochen auf Dienstreise bist. Tut es das nicht, werden deine Mitbewohner sicher recht schnell Beschwerde gegen das gewählte System einlegen, wenn es keinen Profi gibt, der die Anlage wieder zum Laufen bringt.

    Insbesondere wenn du eine Immobilie baust/kaufst spielen aber auch Gewährleistung und Dokumentation eine Rolle, die ein Profi halt machen wird und muss.

    Wähle einen Profi, der die auch den Zugriff auf die Parametrierung gewährt, so dass du das System selber anpassen kannst. Verzockst du die Config, wird der Partner die ursprüngliche Config einspielen und das System Luft wieder, Außer Spesen ist dann halt nix gewesen.

    Zum Thema Investitionssicherheit:
    Du kennst sicher das Sprichwort: Voraussagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
    Genauso ist es mit Loxone. Niemand weiss, ob es das Unternehmen auch noch in 10 oder gar 20 Jahren geben wird. Wer weiß, ob Loxone irgendwann nicht in die Insolvenz rutscht oder von einem Mitbewerber geschluckt oder sonstwas wird. Das Gleiche Problem hast du natürlich auch bei anderen Mitbewerbern. Schreckliche Angst musst du meiner Ansicht nach deswegen aber nicht haben 🙂
    Bei KNX kann man sich wohl am ehesten sicher sein, dass es auch in 10 oder 20 Jahren noch Komponenten und KnowHow geben wird. Aber auch das ist keinesfalls sicher.
    Ziemlich sicher ist allerdings, dass die Bedeutung von klassischer Elektroinstallation auch in Wohngebäuden sinken wird.
    Ob die Steuerung dann eine SPS (wie Loxone), KNX/EIB oder gar irgendein CloudService übernimmt, können wir nicht wissen.
    Was bleibt sind die Leitungen, die im Haus verlegt wurden.
    Ist die Verkabelung einigermaßen zukunftssicher ausgelegt, wirst du so ziemlich jedes andere Bussystem für die Sensorik verwenden können (BWM, Taster, Temperaturfühler, usw. ,….) und so zum Beispiel auf KNX/EIB schwenken können. Und wenn nicht, dann gibt es zur Not halt Taster, die per parasitärer Spannungsversorgung und Funk funktionieren. Oder eben Technologien, die wir heute noch nicht kennen. Die Verbraucher werden wohl auch in Zukunft 230V bzw. 24V benötigen und haben Ihre Zuleitungen ohnehin bis in die Verteilung. Insgesamt ist die Entscheidung für ein proprietäres Produkt, wie Loxone sicher ein Risiko, wenn aber auch ein überschaubares.

    Dass der Miniserver so mir nichts dir nichts den Geist aufgibt ist tatsächlich nicht so wahrscheinlich, da es sich um eine SPS handelt, wie sie so ähnlich in diversen Industriebetrieben locker 20 oder 30 Jahre klaglos ihren Dienst versehen. In der Vergangenheit waren es eher die SD-Karten, die den Geist aufgaben, weil Nutzer wahnwitzigste Statistikvorlieben hatten. Hier gibt es aber einfache Mittel und Wege für den Notfall gewappnet zu sein, die ggf auch „Madame“ unter Anleitung bewerkstelligen kann (Ersatz-SD-Karte mit aktuellem Backup einstecken und den Miniserver booten lassen).

    Ich wünsche dir viel Erfolg für deine weitere Entscheidungsfindung und dein Projekt. Vielleicht lässt du mich ja irgendwann daran teilhaben, für was du dich letztendlich dann entschieden hast.

    Beste Grüße
    John

  3. Sergej sagt:

    Vielen dank für den schönen Blog!

    Ich „kämpfe“ mich aktuell durch eure Blogbeiträge und verfolge diese gespannt.
    Wir selber bauen dann demnächst im Quartier6 und haben uns natürlich eigene Fragen gestellt.
    Was mich aktuell interessiert ist das Thema Brunnebau. Vielleicht könnt ihr etwas über Brunnenbau zur Bewässerung des Gartens erzählen? Vielleicht habt ihr ja so etwas selber?

    Leider kann man sich ja noch nicht bei nebenan.de anmelden um so etwas mal rauszufinden 😉

    • John sagt:

      Hi Sergej. Meinen Glückwunsch zu eurem Entschluss im RP zu bauen. Zum Thema Brunnenbau. Wir haben uns seinerzeit gegen einen Brunnen entschieden. Das Kosten-/Nutzenverhältnis stimmte uns nicht. Bei den aktuellen Wasserpreisen und mit Gartenwasserzähler rechnete sich der Brunnen erst nach sehr vielen Jahren. Rechnet man dann noch Energiekosten und Unterhalt mit ein, armortisiert er sich noch später. Hinzu kommt, dass das Brunnenwasser im Areal des RP sehr viel Eisen und Mangan enthält. Also wird der Brunnen wegen der notwendigen Filter noch teurer bzw. du darfst regelmäßig die Düsen der Beregnungsanlage reinigen oder musst sie gar tauschen, wie ein direkter Nachbar von uns,der sich einen Brunnen hat bauen lassen.
      Hinzu kommt, dass Brandenburg wegen der anhaltenden Wasserknappheit im Land an einer Verordnung strickt, die auf Anweisung nur ein oder zweiwöchentliche Wasserentnahmen für den Garten erlauben soll. Das soll auch für Brunnen gelten, weswegen auch dieser Vorteil dann futsch wäre.

      Viel Erfolg bei eurem Projekt!
      Beste Grüße,
      John

  4. Sergej sagt:

    Hallo John,
    das klingt ja nicht so toll für unsere Planung eines Brunnens 🙂 dann wird es wohl doch eher ein Zweiter Wasserhahn mit externer Wasseruhr.
    Auch dein Hinweis zwecks WLAN im gesamten Haus war sehr gut. Die Acces Points sind schon auf der Einkaufsliste gelandet 🙂
    Ich werde mich weiter mal durch eure Blogs lesen.
    Gruß Sergej.

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