Bereits vor über einen Monat waren wir zur Bemusterung bei Roth Massivhaus in Marzahn. Langsam wurde es Zeit das Nachtragsangebot abzunicken. Eigentlich wäre das kein ganz so großes Problem gewesen, wenn da nicht diese System Bucher Treppe in Buche gewesen wäre.

Bitte keine Buche

Schon beim Erstkontakt mit dem Vertrieb bei Roth Massivhaus hatten wir uns gegen die gemäß Bauleistungsbeschreibung enthaltene Treppe in Buche entschieden.

System Bucher Treppe

Neben der kleinen Mustertreppe finden sich auf der rechten Seite die zur Verfügung stehen Holzmuster.

Stattdessen wählten wir den Farbton Ebenholz. Dabei handelt es sich dann zwar noch immer um eine Buchenholztreppe, dank der Hartwachsbehandlung wirkt sie jedoch nicht mehr wie Buche, was genau unser Ziel war.

Verfügbare Holztöne bei Roth Massivhaus

Hier die in der Bemusterung zur Verfügung stehenden Holztöne. Oben rechts sieht man unsere Wahl. Mehr Auswahl erhält man dann direkt über den Treppenanbieter

Allerdings sieht unser Konzept für die Einrichtung, als auch die Fußbodenbeläge eigentlich weder dunkle Möbel noch dunkle Fliesen vor. Außerdem war uns der Handlauf der im Hauspreis enthaltenen, System Bucher Treppe zu wuchtig. Wir hätten es gerne etwas filigraner gehabt. Aus diesem Grund schied von Anfang an auch eine Betontreppe aus, die wir zu unter 2.000€ Aufpreis hätten haben können.

Kontaktaufnahme mit Firma Derstappen

Also mussten Alternativen ran. Ein Telefonat mit unserer Frau Börner später, hatten wir die Kontaktdaten des mit der Bau-GmbH Roth zusammenarbeitenden Treppenanbieters. Die Firma Derstappen, die Treppenmeister Treppen vertreibt und aufbaut, sitzt nicht ganz um die Ecke in Mecklenburg Vorpommern, so dass wir uns zuerst einen Katalog kommen ließen. Einige Tage später lag dieser vor und wurde von uns gespannt durchgeblättert. Auf Anhieb gefielen uns wieder einmal Kragstufentreppen, die zwar völlig unserem Geschmack entsprechen, aber leider nicht ohne weiteres mit Kindern vereinbar sind. Entweder sie purzeln runter oder man hat jeden Tag eine riesige Glaswand zu putzen.

Letztlich wählten wir einige Modelle, die uns eher als die Standardtreppe gefielen. Diese meldeten wir per E-Mail an unsere Ansprechpartnerin bei Derstappen, um von dieser ein Angebot zu erhalten.

Anstatt eines Angebotes, erhielten wir einen Anruf mit einigen Erläuterungen zu den von uns gewählten Treppen. Bei diesen würde es sich teils um völlig andere Systeme handeln, die für die Statik dann Streben vom Boden bräuchten. Bei einer handelte es sich gar um eine Betontreppe mit Holzauflage. Argh, das ging natürlich überhaupt nicht für uns.

Im Nachgang erklärte unsere Ansprechpartnerin, welches denn die Vorzüge der für unsere Villa Lugana vorgesehenen System Bucher Treppe wären. Die Treppe kommt ohne Wangen aus, in die die Stufen gesetzt werden. Der recht stark ausgeprägte Handlauf trägt die gesamte Treppenkonstruktion, während die Stufen auf der anderen Seite mittels stählernen Tragbolzen in Gummilagern direkt in der Wand verankert sind. Hierdurch ist eine gute Trittschallisolierung gegeben und die Treppe wirkt recht luftig. Der massive Handlauf sorgt hier also auch dafür, dass die Treppe nicht am Boden abgestützt werden muss.

Mit diesen Argumenten konfrontiert wurden wir wieder zurück an den Anfang katapultiert. Die Vorzüge der System Bucher Treppe waren einleuchtend, wenn da nicht diese Farbtöne wären.

Zurück auf Anfang

Also baten wir bei Firma Derstappen um ein Angebot der Treppe in Ahorn, statt Buche in Hartwachs Ebenholz. Bereits am nächsten Tag hatten wir das Angebot vorliegen. Für rund 2.700€ hätte sie unsere sein können.

In den folgenden Tagen rätselten wir immer wieder über die Farbe der Bodenbeläge und der bereits existierenden und mitziehenden Garderobenmöbel, die zum Teil auch im Eingangsbereich stehen werden und aus Kernesche bestehen. Durch diese Überlegung kamen wir über die Idee, die Treppe doch lieber in weiß haben zu wollen, dann auch in Esche um letztlich dann doch wieder bei Ebenholz zu landen.

Dank diverser Fotos im Netz und eines netten Kollegen, der ebenfalls eine solche Treppe sein eigen nennt, sind wir nun zu der Überzeugung gelangt, dass unser Seelenheil wohl nicht daran hängt, dass die Treppe optimal zu Bodenbelägen und Garderobenmöbeln passt, solange sie nur nicht im Buche Naturton daherkommt.

Die andere Anforderung, dass die Treppe nicht wie ein Klotz wirkt, erfüllt die Treppe mit den von uns gewählten Streben in Edelstahl allemal.

Nun konnten wir endlich das Nachtragsangebot unterzeichnen und zurück an Roth Massivhaus senden, so dass es dann bald mit der Ausführungsplanung losgehen kann.

Tipp

Will man als Roth Bauherr bei beim Thema keine Abstriche machen, sollte man sich von vornherein 3.000 bis 4.000€ Luft für die Aufwertung der Treppe zurücklegen. Kommt man mit Buche klar, hat man unserer Ansicht nach mit der Standardtreppe eine ordentliche Treppe ohne Mehrpreis.

2 Antworten

  1. calemaarka sagt:

    Schön beschrieben wie Zeitaufwendig so eine Auswahl sein kann. Erfahrungsgemäß ändert sich dann später wieder etwas, mit Ausnahme der Buchefarbenen Treppe 😉
    Mehrkosten entstehen bei fast jedem danach am Bau beteiligten Gewerken für den Innenausbau.
    LG

    • John sagt:

      Naja, so wie es scheint könnte man bei einem Treppennotfall später noch bei Fa. Derstappen hereingrätschen, um dann doch noch auf den letzten Drücker was zu verändern. Aber ehrlich gesagt haben wir dann glaube ich andere Prioritäten, als die doofe Treppe 🙂

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