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Heimautomation aka. Smarthome = Loxone

Jeden einzelnen Tag freue ich mich wie ein Schneekönig darüber, wie gut und automatisch das Alles funktioniert. Und das Beste: Selbst der WAF (Woman Acceptance Factor) ist gut. Leider ertappe ich mich inzwischen immer wieder dabei zu vergessen, das Licht an- und auszumachen, wenn wir irgendwo zu Besuch sind. Mit etwas mehr Erfahrung rund um Loxone und einigen Optimierungen macht das System richtig Spaß, spart uns Zeit und bringt uns einen richtigen Mehrwert.
Bedenken ,die ich selbst hatte und auch in den Kommentaren zu finden waren, dass der Loxone Tastenstandard total unintuitiv wäre, so dass Kinder das Licht nicht anbekommen würden, haben sich als völlig unbegründet herausgestellt. Einzig, dass ein Smarthome den Stomverbrauch senken würde kann man unserer Erfahrung nach getrost ad acta legen.

Schon allein die Netzteile des Smarthome Systems treiben den Stomzähler gut voran.

Auch meine Vorurteile bezüglich Sprachsteuerung habe ich inzwischen überwunden: „Alexa, lass die Sonne ein“, was die Jalousien im Haus auf Zuruf öffnet, erfreut mich Sonntags im Bett liegend noch immer sehr.

Enthärtungsanlage aka. Weichwasseranlage

Auf jeden Fall eine sehr gute Entscheidung gewesen. Kaum auszudenken wie unsere Armaturen und Geräte inzwischen aussähen. Das nicht enthärtete Gartenwasser zeigt an Zaun und Gerätehaus den eklatanten Unterschied zwischen 6 Grad dH und 23 Grad dH (Quelle: WARL). Kaum zu glauben wie aggressiv solch hartes Wasser ist!

In diesem Jahr habe ich erstmalig BWT Sanitabs in die Anlage eingefüllt, diese Salztabletten sorgen für eine Desinfektion der Enthärtungsanlage und sind eigens für diesen Zweck gedacht, also auch gesundheitlich unbedenklich. Einmal pro Jahr eingefüllt, mus man sich nicht sorgen, dass das Trinkwasser zur Keimplörre wird.

Zentrale Lüftungsanlage (KWL)

Wir sind sehr zufrieden. Tiere und Geräusche bleiben draussen. Feuchte Luft geht raus, die Wärme bleibt und frische Luft kommt rein. Mag sein, dass die im Standard bei Roth enthaltene Fensterfalzlüftung zumindest für den Basisluftaustausch hinreichend ist. Wir sind der Meinung, die KWL ist besser. Das Stimmungsbild von Nachbarn bzgl. der bei Ihnen verbauten dezentralen Lüftungsanlagen (z.B. Lunos) fällt dagegen eher vernichtend aus. Inbesondere die Geräuschdurchlässigkeit und Geräuschentwicklung der einzelnen Lüfter trifft hier auf wenig Gegenliebe, weswegen leider einige Nachbarn wieder auf das wenig energieeffiziente, manuelle Lüften ausweichen.

Lärmempfindliche Bauherren sollten mit dem Gedanken spielen eine KWL zu wählen. Im Rosseau Park ist es meiner Ansicht nach nicht wirklich laut, dennoch gibt es einige Lärmquellen, die sanfteren Gemütern die Nachtruhe verhageln könnten. Mit einer KWL können die Fenster geschlossen bleiben und dennoch erstickt man nicht im Schlafzimmer.

Eine Lektion in diesem Zusammenhang, die wir erst kürzlich gelernt haben: Das im Kreuzwärmetauscher entstehende Kondenswasser der Lüftungsanlage wird dem Abwasser über einen Trichter zugeleitet, der seinerseits durch einen Geruchsverschluss dafür sorgt, dass es nicht übel riecht. Im Sommer kommt kein Kondenswasser zusammen, weswegen der Geruchsverschluss eben nicht mehr das tut, was er soll. Hätte uns das jemand bei der Einführung gesagt, hätten wir uns nicht tagelang wundern und Brechreiz im HWR unterdrücken müssen. Einfach einen Schluck Wasser rein und der frische Duft ist zurück.

Und noch eine Lektion, die wir gelernt haben. Den aktiven Sommerbypass (rund 800€ Mehrpreis), der im Sommer dafür sorgen soll, kühle Außenluft zur Kühlung des Hauses am Wärmetauscher vorbeizuschleusen, hätten wir uns sparen können.

Zum Einen, weil die Waterkotte KWL ohnehin einen Sommerbypass hat, dessen einziger Nachteil gegenüber dem aktiven ist, dass man irgendwo im Haus ein Fenster ankippen muss. Zum Anderen, weil der Effekt eher gering und keine Kühlwirkung festzustellen ist. Einzig, dass das Haus sich nicht auch noch in der Nacht durch die KWL aufheizt, mag hier hilfreich sein.

Nach einem Jahr hatte einer der Lüfter einen Lagerschaden, weswegen dieser fiesen Lärm machte und über die Gewährleistung getauscht werden musste

Luft-Wasser Wärmepumpe

Über wenige Aspekte habe ich mir vor dem Bau so sehr den Kopf zerbrochen, wie über die Entscheidung welche Heizung wir denn wählen sollten. Statt der präferierten Sole-Wärmepumpe mit Tiefenbohrung, wurde es letztlich eine LWWP. Hauptkritikpunkt für uns ist die Geräuschentwicklung. Diese ist allerdings nur dann nervig, wenn man gerade im Hauswirtschaftsraum werkelt. In den Aufenthalts- und Schlafräumen ist davon nichts zu hören. Dafür war sowohl im letzten, als auch diesen Sommer die Kühlfunktion Gold wert.

Trotz ganzjähriger Wohlfühltemperatur (Heizen im Winter, Kühlen im Sommer) in allen Räumen, keinen Abstrichen beim Warmwasser und ohne irgendwelche speziellen Optimierungen hatten wir für 2018 in Summe 746€ an Energiekosten für die Heizung auf der Uhr. Das liegt inklusive Wartung unter den Kosten, die wir in unserer 33% kleineren KfW-55-Wohnung zu tragen hatten. Ich denke das spricht für sich. In diesem Jahr könnten wir diesen Wert noch unterbieten, mal sehen wie sich der Herbst entwickelt.

Der Verbrauch einer „Erdwärmepumpe“ wäre natürlich noch einmal merklich niedriger, hätte uns aber auch mehr gekostet. Wer trotz der Diskussion um eine CO2 Steuer noch daran denkt eine Brennwerttherme verbauen zu lassen, sollte evtl. noch einmal in sich gehen.

Auch die Zuverlässigkeit unserer Heizung kann nach 18 Monaten als gut bezeichnet werden. Einzig das Dreiwegeventil, welches dafür Sorge trägt, dass zwischen Fußbodenheizung und Warmwasserbereitung umgeschaltet wird, hat sich nach 12 Monaten verabschiedet. Nach dem Tausch des Ventils und vorsorglichem Einbringen von Glykol in den Heizkreis, läuft das Ventil wieder wie geschmiert.

Handtuchheizkörper mit Elektroheizpatrone

So ein energieeffizientes Haus ist schon was Tolles, aber im Winter könnte es im Bad doch gerne mal kuscheliger sein. Zumindest bei uns ist deswegen im Winter der Handtuchheizkörper in Aktion. Hätten wir diesen, wie im Standard vorgesehen, an die Fußbodenheizung angebunden, wäre die Heizleistung des Handtuchheizkörpers lachhaft.

Daher unbedingt einen Handtuchheizkörper mit Elektroheizpatrone (Aufpreis damals knapp 300€) aufmustern, wenn eine Wärmepumpe im Haus sein wird. Dank Loxone und schaltbarer Steckdose, wird unser Heizkörper beim Unterschreiten der Wohlfühltemperatur an Werktagen, zwei Stunden vor dem Weckerklingeln angeworfen und geht 30 Minuten nach dem Aufstehen wieder aus.
Nichts auszudenken wir hätten keinen E-Heizkörper. Die Verbrauchskosten hierfür (ca. 12€ pro Jahr) halten sich dank der kurzen Laufzeit übrigens absolut im Rahmen, da wir damit nicht das Bad aufheizen, sondern einzig die Strahlungswärme nutzen.

5 Antworten

  1. Stefano sagt:

    Hallo John,
    vielen dank für dein Blog und für die Zeit die dahinter steckt! Ich war auf der Suche nach Infos über Loxone und habe einen Beitrag im Blog gefunden. Nach und nach habe ich auch andere Beiträge gelesen und in den meisten Fällen hatte ich den Gedanke „ach, da ist noch einer, der sich solche Fragen gestellt hat“ 😀

    Diesen Beitrag fand ich sehr hilfreich, weil es genau die Themen zusammengefasst hat, worüber ich mir ständig gedanke mache. Mit meiner Verlobte habe ich mich entschlossen, unser Haus zu bauen.
    Da wir in 2020 sind, finde ich es einfach angemessen Smarthome technik einzubauen und wie du schon geschrieben hast, nicht weil ich die Beleuchtung vom Handy aus steuern kann, sondern um sachen automatisiert geschehen zu lassen. Ich habe noch viele offene Punkte, der größte ist aber immer noch: KNX, Loxone, Crestron oder Control4? Bislang (das heißt bevor ich mich etwas umfangreicher mit Loxone beschäfitgt habe) war ich ziemlich davon überzeugt, den Weg KNX + Crestron zu folgen. Ein Kumpel kennt sich mit Crestron aus und würde mir dabei helfen. Die Grundprogrammierung würde aber eine Firma im Auftrag bekommen. Große Nachteile: Teuer + Abhängigkeit vom Programmierer. Nach viele Videos von „die Allroundbastler“ auf Youtube (ebenso geile Beiträge!) kam ich zu dem Gedanke, wo ich Loxone und vor allem die Programmierung in Config vielleicht doch bevorzüge. Mir jagd aber schrecklich Angst ein, dass es Loxone mal nicht mehr geben könnte, bzw. dass der MS den Geist aufgibt und man dann im Dunkel steht (da würde mich Madame gnadenlos umbringen). Sind solche Sorgen deiner Meinung nach begründet?

  2. John sagt:

    Hi Stefano, vielen Dank für die Blumen. Es freut mich, dass du hier hilfreiche Informationen finden konntest.

    Die Entscheidung für ein Produkt oder eine Lösung solltest du ganz klar abhängig von den Bedürfnissen deiner Familie machen. Dann ist ein wichtiger Aspekt, was du selbst für ein Typ bist.
    Bist du jemand mit einem Grundverständnis von Logik und ggf. Mathematik oder überfordert dich in der Regel bereits die Nutzung von Excel?

    Was gibt euer Budget her? Möchtet ihr die rundum sorglos Variante, um du dich nie selber kümmern willst/musst?

    In keinem Fall würde ich die Wahl für ein System davon abhängig machen, was ein Bekannter/Verwandter/Freund an Konfigurationskenntnissen hat! Du kannst dich einfach nicht darauf verlassen, dass dieser Ansprechpartner immer zur Verfügung stehen wird.

    Wie du es selber ja schon geschrieben hast: Nimm dir einen Profi mit ins Boot. Der Profi macht das täglich und verdient damit in der Regel seinen Lebensunterhalt. Der Profi kann ganz klar unterscheiden was sinnvoll ist und was ggf. eher Spielkram.
    Letztendlich möchtest du ein System haben, welches auch funktioniert, wenn du zwei Wochen auf Dienstreise bist. Tut es das nicht, werden deine Mitbewohner sicher recht schnell Beschwerde gegen das gewählte System einlegen, wenn es keinen Profi gibt, der die Anlage wieder zum Laufen bringt.

    Insbesondere wenn du eine Immobilie baust/kaufst spielen aber auch Gewährleistung und Dokumentation eine Rolle, die ein Profi halt machen wird und muss.

    Wähle einen Profi, der die auch den Zugriff auf die Parametrierung gewährt, so dass du das System selber anpassen kannst. Verzockst du die Config, wird der Partner die ursprüngliche Config einspielen und das System Luft wieder, Außer Spesen ist dann halt nix gewesen.

    Zum Thema Investitionssicherheit:
    Du kennst sicher das Sprichwort: Voraussagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.
    Genauso ist es mit Loxone. Niemand weiss, ob es das Unternehmen auch noch in 10 oder gar 20 Jahren geben wird. Wer weiß, ob Loxone irgendwann nicht in die Insolvenz rutscht oder von einem Mitbewerber geschluckt oder sonstwas wird. Das Gleiche Problem hast du natürlich auch bei anderen Mitbewerbern. Schreckliche Angst musst du meiner Ansicht nach deswegen aber nicht haben 🙂
    Bei KNX kann man sich wohl am ehesten sicher sein, dass es auch in 10 oder 20 Jahren noch Komponenten und KnowHow geben wird. Aber auch das ist keinesfalls sicher.
    Ziemlich sicher ist allerdings, dass die Bedeutung von klassischer Elektroinstallation auch in Wohngebäuden sinken wird.
    Ob die Steuerung dann eine SPS (wie Loxone), KNX/EIB oder gar irgendein CloudService übernimmt, können wir nicht wissen.
    Was bleibt sind die Leitungen, die im Haus verlegt wurden.
    Ist die Verkabelung einigermaßen zukunftssicher ausgelegt, wirst du so ziemlich jedes andere Bussystem für die Sensorik verwenden können (BWM, Taster, Temperaturfühler, usw. ,….) und so zum Beispiel auf KNX/EIB schwenken können. Und wenn nicht, dann gibt es zur Not halt Taster, die per parasitärer Spannungsversorgung und Funk funktionieren. Oder eben Technologien, die wir heute noch nicht kennen. Die Verbraucher werden wohl auch in Zukunft 230V bzw. 24V benötigen und haben Ihre Zuleitungen ohnehin bis in die Verteilung. Insgesamt ist die Entscheidung für ein proprietäres Produkt, wie Loxone sicher ein Risiko, wenn aber auch ein überschaubares.

    Dass der Miniserver so mir nichts dir nichts den Geist aufgibt ist tatsächlich nicht so wahrscheinlich, da es sich um eine SPS handelt, wie sie so ähnlich in diversen Industriebetrieben locker 20 oder 30 Jahre klaglos ihren Dienst versehen. In der Vergangenheit waren es eher die SD-Karten, die den Geist aufgaben, weil Nutzer wahnwitzigste Statistikvorlieben hatten. Hier gibt es aber einfache Mittel und Wege für den Notfall gewappnet zu sein, die ggf auch „Madame“ unter Anleitung bewerkstelligen kann (Ersatz-SD-Karte mit aktuellem Backup einstecken und den Miniserver booten lassen).

    Ich wünsche dir viel Erfolg für deine weitere Entscheidungsfindung und dein Projekt. Vielleicht lässt du mich ja irgendwann daran teilhaben, für was du dich letztendlich dann entschieden hast.

    Beste Grüße
    John

  3. Sergej sagt:

    Vielen dank für den schönen Blog!

    Ich „kämpfe“ mich aktuell durch eure Blogbeiträge und verfolge diese gespannt.
    Wir selber bauen dann demnächst im Quartier6 und haben uns natürlich eigene Fragen gestellt.
    Was mich aktuell interessiert ist das Thema Brunnebau. Vielleicht könnt ihr etwas über Brunnenbau zur Bewässerung des Gartens erzählen? Vielleicht habt ihr ja so etwas selber?

    Leider kann man sich ja noch nicht bei nebenan.de anmelden um so etwas mal rauszufinden 😉

    • John sagt:

      Hi Sergej. Meinen Glückwunsch zu eurem Entschluss im RP zu bauen. Zum Thema Brunnenbau. Wir haben uns seinerzeit gegen einen Brunnen entschieden. Das Kosten-/Nutzenverhältnis stimmte uns nicht. Bei den aktuellen Wasserpreisen und mit Gartenwasserzähler rechnete sich der Brunnen erst nach sehr vielen Jahren. Rechnet man dann noch Energiekosten und Unterhalt mit ein, armortisiert er sich noch später. Hinzu kommt, dass das Brunnenwasser im Areal des RP sehr viel Eisen und Mangan enthält. Also wird der Brunnen wegen der notwendigen Filter noch teurer bzw. du darfst regelmäßig die Düsen der Beregnungsanlage reinigen oder musst sie gar tauschen, wie ein direkter Nachbar von uns,der sich einen Brunnen hat bauen lassen.
      Hinzu kommt, dass Brandenburg wegen der anhaltenden Wasserknappheit im Land an einer Verordnung strickt, die auf Anweisung nur ein oder zweiwöchentliche Wasserentnahmen für den Garten erlauben soll. Das soll auch für Brunnen gelten, weswegen auch dieser Vorteil dann futsch wäre.

      Viel Erfolg bei eurem Projekt!
      Beste Grüße,
      John

  4. Sergej sagt:

    Hallo John,
    das klingt ja nicht so toll für unsere Planung eines Brunnens 🙂 dann wird es wohl doch eher ein Zweiter Wasserhahn mit externer Wasseruhr.
    Auch dein Hinweis zwecks WLAN im gesamten Haus war sehr gut. Die Acces Points sind schon auf der Einkaufsliste gelandet 🙂
    Ich werde mich weiter mal durch eure Blogs lesen.
    Gruß Sergej.

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