Bereits vor einigen Wochen hatten wir einen Termin bei dem uns künftig betreuenden Elektroinstallateurbetrieb. Hier gab es dann endlich die Möglichkeit mein theoretisches Loxone Wissen mit der Realität abzugleichen und herauszufinden, wie viel Loxone bei Roth Massivhaus denn eigentlich dabei ist.

Das Netz ist ein Dorf

Den Erstkontakt mit Herrn B. von Elnet hatte ich allerdings auf anderem Wege und ohne es zu wissen.  Als ich noch auf der Suche nach einem Loxone Musterkoffer war, antwortete ein Nutzer im Loxone Forum, dass ich ja mal meinen Elektriker ansprechen könne, der würde mir einen solchen vielleicht leihen. Ich tat den gut gemeinten Rat als eher theoretischen Hinweis ab. Nichtsahnend, dass es sich hierbei um eben „unseren“ Elektriker handelte.

Dieser hatte anhand meiner Signatur im Forum den Weg auf diesen Blog gefunden. Dort hatte er gesehen, dass wir mit Roth bauen und daher diesen Tipp vom Stapel gelassen, da er bereits wusste dass er dank Loxone für uns zuständig sein würde. Das Netz ist ein Dorf.

Hätte er mich an diesem Wissen teilhaben lassen, hätte ich nun einige Euro mehr im Sparstrumpf, aber auch größere Skrupel den Musterkoffer auseinanderzunehmen.

Loxone bei Bau-GmbH Roth

Mit der Bestellung von Loxone Paketen als Teil des Hausangebotes bei Bau-GmbH Roth, hatten wir die Katze im Sack gekauft.
Bezeichnungen wie:

  • Loxone Smart Home Basispaket,
  • Beleuchtungssteuerung Loxone Smart Home
  • Rolladensteuerung Loxone Smarthome

ließen einigen Spielraum für Mutmaßungen. Zwar wurden Tastpunkte, Leuchtenauslässe und Anzahl der dimmbaren Kreise genannt, aber eben keine Details zu der Art und Anzahl Loxone Extensions. Auch zur Verkabelung war nichts zu finden.
Würde in der Basis auf SPS-Taster und digitale Eingänge gesetzt oder Loxone Tree verwendet. Welche Leitungen würden zum Einsatz kommen? Wie würden diese verlegt? Wie flexibel wäre der Elektriker, wenn es um KNX oder andere Dinge ginge? Wieder einmal viele Fragen, die nur unser künftiger Elektriker beantworten konnte.

Vorbereitende Maßnahmen

Vor dem Gespräch hatte ich mich mit meiner Frau bereits auf die Verwendung von KNX Tastern geeinigt.

Das alte Loxone Konzept mit zwei Tastern und 5 Tastpunkten und dem entsprechenden Bedarf an digitalen Eingängen schloss ich von vornherein, wegen des hohen Bedarfs an Extensions und der damit verbundenen Kosten aus.

Loxone Tree wollte ich vermeiden, um bei sternförmiger Verdrahtung bleiben zu können. Später wäre dann eine andere SPS, pures KNX oder was auch immer in einigen Jahren sinnvoll sein wird, möglich sein, sollte Loxone einmal vom Markt verschwinden.

Einziges gewichtiges Argument für Loxone Tree Taster war für mich der Gedanke, dass die Bedienung nach Loxone Tasten Standard für wirklich jeden Nutzer eingängig wäre.

Einfach auf die große Fläche zu drücken, damit es hell wird, ist halt schon fast vererbtes Wissen. Zwei Tasterecken für die Beschattung und die zwei anderen für Lautstärke oder was auch immer. Im Gegensatz zu den KNX Tasterbatterien ist kein Blick auf den Taster nötig, um herauszufinden, welche Taste von den acht, denn nun das Licht anschaltet.

Da meine Frau aber z.B. die MDT Glastaster Smart 2 sehr ansehnlich fand und den Loxone Tree Tastern auf Fotos, Hässlichkeit attestierte, war Tree vom Tisch.

Der WAF ist beim Thema Smart Home ein nicht zu unterschützender Faktor!

Einzelraumregelung der Heizung? Achnee…

Direkt nach der Arbeit ging es also nach Köpenick wo unser Elektroinstallateurmeister sein Büro unterhält. Nachdem auch meine Frau eingetroffen war, betraten wir seine Räume und waren auch schon sofort im Gespräch.

Es ging darum, was wir denn so alles mit unserer Loxone Installation vor hätten. Von Roth Massivhaus bereits gekauft waren die Basis, Licht- und Rolladensteuerung. Die Heizungssteuerung hatte ich nicht haben wollen, da diese meiner Ansicht nach ohnehin nichts bringt. Wenn man mit niedriger Vorlauftemperatur und Wärmepumpe heizt, regelt man einmal die Heizung ein und dann war es das. So zumindest meine Meinung und die Erfahrung aus unserer Niedrigenergiewohnung.

Herr B. konterte nun damit, dass man, wenn man auf Loxone Tree setzen würde, die Einzelraumsteuerung für die Heizung sozusagen als Abfallprodukt gleich mit im Sack hätte. Positiver Nebeneffekt, man könne dann auf die hässlichen, zusätzlichen Raumregler verzichten. Die Tree Taster hätten ja bereits Temperatur- und  sogar Feuchtigkeitssensoren integriert, so dass alles Notwendige beisammen wäre.

KNX oder doch Loxone Tree?

Auch bei der Verkabelung der Sensorik zog mir Herr B. einen Zahn. Die Räume würden jeweils mindestens mit einer Cat. 7 Leitung für den Tree angebunden. Weitere Tree Sensoren im Raum dann über Äste. Da Loxone Tree nur zwei der vier Adernpaare benötigt, hätte man damit dann auch noch Reserve für künftige Anforderungen.

Schlagartig war mein Hauptargument gegen Tree hinfällig, da dadurch ja weiterhin die Flexibilität der sternförmigen Verkabelung, zumindest auf Raumebene, gegeben wäre. Theoretisch hätte unser Elektriker ja bei Verwendung von Tree auch auf die sternförmige Verkabelung der Räume verzichten können. Entsprechend wäre dann finanzielle Mehraufwand entstanden.

Es blieb meine Frau, die noch vor dem Termin am liebsten die MDT Glastaster Smart 2 gehabt hätte. Aber wie es manchmal in der Praxis ist. Da sitzt man beim Profi, sabbelt ihn über KNX Taster voll und der holt dann einen Tree Taster hervor, legt ihn auf den Tisch und die Ehegattin entscheidet sich spontan um. Spätestens beim Anblick der Touch Pure Taster schlug ihr Herz auf einmal für die Tree Taster.

Ab diesem Moment war die Anbindung von KNX- Tastern dann erstmal Geschichte. Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich recht froh darüber bin, denn im Büro, wo KNX verbaut ist, ertappe ich mich regelmäßig dabei die Verschattung zu bedienen, wenn ich eigentlich das Licht anschalten will.

Witziger Effekt ist nun, dass die gemäß BLB enthaltenen SPS-Taster und Heizungsregler gutgeschriebenenuns werden und damit vollumfänglich die teureren Loxone Tree Taster bezahlen. Einzig die notwendige Tree Extension kommt obendrauf. KNX-Taster wären definitiv mit rund 140€ das Stück wesentlich teurer gekommen. Die besonders schnieken und zusätzlich mit Nachtlicht ausgestatteten Touch Pure Taster aus Glas kosten allerdings nochmals einige Euro mehr, als die vorher präferierten KNX- Taster von MDT. Hier werden wir uns aber wohl zuerst mit der einfachen Variante zufriedengeben.

Automatik fürs Haus

Das eigentlich Smarte an der ganzen Loxone Lösung ist ja meiner Ansicht nach nicht, dass man alles mit dem Handy bedienen kann oder irgendeinem Gerät von Amazon, Google oder demnächst Apple zurufen kann, dass man gerne Licht hätte. Vielmehr sollen bestimmte Dinge einfach automatisch passieren. Hierfür benötigt das Haus natürlich Sensoren. Diese erfassen wo etwas passiert und veranlassen dann, gemäß Programmierung, eine Aktion.

Das ist für mich smart und nicht, dass ich etwas mit einem Smartphone bedienen kann. Das ist ein netter Nebeneeffekt.

Daher ging es dann weiter zur Sensorik. Präsenz- bzw. Bewegungsmelder stellen hier einen wichtigen Eckpfeiler dar. Leider kann Loxone selbst derzeit „nur“ Bewegungsmelder liefern. Diese schalten, wie der Name sagt, bei Bewegung und fallen nach einer zu definierenden Zeit wieder ab. Verharrt man regungslos, z.B. auf dem stillen Örtchen, kann schonmal das Licht ausgehen. Präsenzmelder hingegen nehmen anwesende Personen auch ohne Bewegung wahr, so dass mit einem Präsenzmelder normalerweise nicht wild mit den Armen gefuchtelt werden muss, wenn man auf dem Thron plötzlich im Dunklen sitzt.

Hier wird man mit den Schaltzeiten experimentieren müssen oder für diesen Aspekt auf andere Melder wechseln und diese über digitale Eingänge oder eben doch KNX anbinden. Das ist ja das Schöne bei Loxone, dass man so ziemlich alles anbinden kann, wenn man nur passende Leitungen hat verlegen lassen. Und selbst Funk soll Loxone ganz gut beherrschen, wobei ich hiergegen ja bekanntermaßen eine kleine Aversion habe.

Zusammen mit den Tree Tastern, die über Temperatur und Feuchtigkeitssensoren verfügen, hätten wir dann schon ein wenig Sensorik für die für mich „wichtigsten“ Automatismen.

Wir brauchen Steckdosen

Weiter ging es dann über Steckdosen. Bau-GmbH Roth hat davon nicht allzuwenige in der BLB, aber dann doch zu wenige, um heutzutage damit glücklich sein zu können:

  • 32 x 1-fach Steckdosen plus 3 Stück für Geschirrspüler, Waschmaschine, Wäschetrockner und Handtuchheizkörper
  • 1 x 2-fach Steckdose
  • 1 x 3-fach Steckdose
  • 1 x 1-fach schaltbar auf der Terrasse
  • Anschlüsse für Heizung und Herd

Wir legten nach und machten aus fast allen 1-fach Steckdosen zumindest doppelte. Weiterhin sollte überall mindestens eine der Dosen schaltbar über Loxone werden. Vorbei die Zeiten, zu denen Stehlampe, Weihnachtsbeleuchtung oder Energiefresser über Funksteckdosen oder gar Zeitschaltuhren geschaltet werden müssen.

Licht und  Daten

Weiter ging es dann zu den Leuchtenauslässen, Treppenbeleuchtung, Spots und Stripes im Bad und Außenbeleuchtung. Hier konnte Herr B. mit einigen schönen Ideen punkten, die zeigen, dass er seinen Job schon eine Weile macht.

Nächstes Thema war dann die strukturierte Verkabelung. Telefondosen, von denen gemäß BLB zwei vorgesehen waren, haben wir ersatzlos streichen lassen. Dafür haben wir einige Datendoppeldosen und weitere Datendosen vorgesehen. Einzig Speisekammer und Bad bleiben davor verschont. In die Filigrandecke des Erdgeschosses lassen wir ein Einbaugehäuse für einen Deckenspot vorsehen. In diesem enden dann Cat 7 Leitungen für einen Ubiquity Networks UniFy AC HD WLAN Acces Point enden. Damit sollten dann das EG und die Terrasse mit ausreichend flottem WLAN versorgt sein. Mit den Vorgängern dieser APs habe ich bereits sehr gute Erfahrungen gemacht und bis wir soweit sind, wird sicher auch der Gerätepreis auf ein erträgliches Maß gesunken sein. Das Obergeschoss werden wir nach aktuellem Plan vom Spitzboden aus mit WLAN versorgen.

Für das EG und OG haben wir jeweils eine iPad-Halterung vorgesehen. Auf den iPads soll dann die Loxone App laufen. Die iPads werden damit dann zur Schaltzentrale für Dinge, die man nicht mal eben über einen Taster erledigen kann.

Fernsehen und die Außenwelt

In der Bauleistungsbeschreibung der Bau-GmbH Roth sind zwei TV-Dosen mit entsprechender Koaxverkabelung vorgesehen. Hier haben wir einige Dosen nachgelegt, ohne jedoch zu wissen, ob wir tatsächlich eine SAT-Anlage auf unser Dach packen wollen. Mein erster Gedanke SAT-over-IP zu nutzen, wurde von diversen negativen Kommentaren in Foren etwas gedämpft. DVB-T2 schließe ich für uns derzeit völlig aus.

Derzeit sehen wir über Telekom Entertain fern. Eben mit dem tollen Effekt, dass man sich bei einem Länderspiel über das 1:0  freut, während Nachbarn bereits das Gegentor gesehen haben. Das ist momentan aber auch der einzige Nachteil.

Neben der Versorgung des Hauses mit elektrischer Energie und Daten sind nun auch Stromleitungen und Cat 7 Leitungen nach außen vorgesehen. Die Details hierzu können wir allerdings erst dann sinnvoll definieren, wenn wir eine Idee haben wo genau was später einmal hinkommen soll.

Unter dem Strich

Uns war bewusst, dass wir für das Thema Elektrik einige Euro benötigen werden. Selbst ohne Smart Home Ambitionen kommt man nicht ohne weitere Taler aus. Die größte Position bei unseren Anpassungen stellen die schaltbaren Steckdosen dar, da hierfür einige Relay Extensions benötigt werden. Weiterer großer Punkt sind die Themen Beleuchtung im Obergeschoss, Treppenbeleuchtung und Außenbeleuchtung. Auch für die Elektrifizierung des Grundstücks wurden einige Euro fällig. In Summe blieben wir jedoch in etwa im Rahmen dessen, was wir uns ausgerechnet hatten.

Jedoch bin ich mir sicher, dass uns im Rohbau sicher noch die eine oder andere Idee überkommt, die dann sicher auch nicht ohne Mehrkosten realisiert werden können.

12 Antworten

  1. Markus sagt:

    Hallo John,

    wir haben damals genau dieselben Erfahrungen mit dem Elektriker gemacht, der sein Handwerk sehr gut versteht und vieles differziert erläutert. Vor allem kann man vor Ort alles mal anfassen oder wird umgehend demonstriert. Wir freuen uns auch schon auf unsere Elektroinstallation. Leider hat alles seinen Preis, aber in 10 Jahren werden es einige bereuen es nicht gewählt zu haben.

    Schöne Grüße
    Markus

  2. calemaarka sagt:

    Ein für uns wesentlicher Aspekt wäre, daß die Bedienung auch für unsere Kinder möglich sein sollte. Dies gilt für Licht und Rolladeb. Da sich dieses Thema aber schwierig gestaltet, haben wir uns erst einmal dagegen entschieden. Licht über Loxone zu steuern halt ich für überflüssig, trotzdem werden wir Licht smart schalten, so dass auch die Kinder das tun können 😉
    Heizung halte ich ebenfalls für verzichtbar. Wie sehen denn die Raumregler aus? Die Idee einer Einbaubox für das POE Kabel des Wlan Accespoints hätte ich auch gerne vorher gehabt! Jetzt wird wohl ein Kabel aus der Decke schauen. Ich bin gespannt wie Eure Erfahrungen werden. Wir haben wieder viel aus dem Angebot entfernt, auch die Sat Anlage erschien mir zu teuer….
    Detailliert beschrieben, wie immer!
    LG
    Calemaarka

    • John sagt:

      Das mit den Kindern kann ich verstehen, wobei die Bedienung mit Touch Tree Tastern glaube ich nicht komplexer als jene klassicher Taster ist. Außerdem soll man seine Kinder nicht unterschätzen. Meist kommen die besser damit zurecht als man selbst 😉 Wie die Raumregler aussehen kann ich leider nicht sagen. Sehen sie aus wie die in unserer Wohnung, Baujahr 2014 bin ich froh darauf verzichten zu können. 🙂

      Ich persönlich finde diverse Aspekte der Lichtsteuerung über Loxone als sehr verlockend. Des Nächtens beim Ausflug in den Sanitärbereich nicht mit der vollen Leuchtkraft der Spots bestrahlt zu werden oder im Wohnbereich bestimme Szenen durchschalten zu können, ohne von Potentius nach Pilatus laufen zu müssen. Und das ohne auf die Leuchtmittel bestimmter Hersteller angewiesen zu sein, die per Funk gesteuert werden und dann solche (Link) lustigen Dinge ermöglichen.

      OK, sicher ist nichts außer der Tot. Hauptsache man hat das für sich passende Konzept und ist damit zufrieden. Ob wir es sein werden, können wir wohl frühestens in einem Jahr vermelden.

      Bisher haben wir noch keine SAT-Anlage angeboten bekommen, nur Antennendurchgangsziegel, Koax-Leitungen und Dosen. Bin mir hier überhaupt noch nicht schlüssig.

  3. Clemens sagt:

    Also bzgl. Sat kann ich ehrlich gesagt nicht verstehen, wieso man keine solche Anlage nimmt. Welche Nachteile gibt’s denn außer der Schüssel? Wir haben die übrigens nicht auf dem Dach sondern auf dem Carport. Von der Straße und vom Garten nicht zu sehen. Gegen ip-TV spricht für mich:

    – Latenz (elementar, es geht für mich gar nicht, dass ich bei Sport später jubeln darf)
    – Senderportfolio (bei Sat hast du in der Regel alles sofort – vor allem als Sky-Nutzer interessant, bei ip bin ich wie bei Kabel auf Goodwill des Anbieters angewiesen)
    – Ausfallsicherheit (Internet funktioniert eher mal nicht als Sat. Schlechtwetterausfälle hatte ich in 8 Jahren vielleicht 3)
    – Kosten (monatliche Gebühren für ipTV überschreiten Investitionskosten einer Sat-Anlage schon nach 2-3 Jahren)

    Man muss das übrigens auch nicht alles vom Elektriker einbauen lassen. Schüssel, LNB und Verteiler kosten zusammen vielleicht 500€. Ich hab mir vom Elektriker nur die Kabel ziehen und Dosen legen lassen.

    • John sagt:

      Hi Clemens, auch ich würde die Sat-Anlage eher selbst erwerben und in Betrieb nehmen. Mein Hauptkritikpunkt an der Lösung: Sat sind die meiner Ansicht in den 90ern stehen gebliebenen Receiver. Mir scheint, es gibt entweder den DVB-S Tuner der Smart TV mit rudimentären Aufzeichnungsmöglichkeiten und einen Haufen Receiver, die mal mehr mal weniger gut funktionieren. Da ich annähernd nie zu dem Zeitpunkt vor der Glotze sitze, wenn die Sendung, die mich vielleicht mal interessiert läuft, sind Serienaufnahme, Programmierung und Timeshift unerlässlich. Achtung Vorurteil: Die Receiver machen mir alle nicht den Eindruck, dass sie den GUI der 90er inzwischen entsprungen wären. Was hast du denn im Betrieb?

      Die Kosten von IPTV, namentlich Entertain, liegen bei mir bei 10€ im Monat. Bei Sat muss ich für HD doch auch ein Abo kaufen oder irre ich?

      • Clemens sagt:

        Zum Thema Receiver kann ich nur zu selbst programmierbaren Linux Receivern raten (ich habe VUplus solo 4K), die bieten genau das, was du suchst. Timeshift, automatische Serienaufnahme, ansprechendes modernes GUI, mehrere (glaub bis zu 10 oder mehr) Aufnahmen parallel (mit einem Sat-Kabel). Alles frei konfigurierbar nach eigenen Wünschen. Man braucht auch keine Linux- oder Programmierkenntnisse. Es gibt da ne riesen Community im Netz, wo man viele Dinge einfach runterladen und installieren kann. Besser geht’s eigentlich nicht.

        Richtig, für HD der Privatsender (HD+) musst du knapp 6€ monatlich zahlen. Die Öffis sind aber natürlich frei.

      • John sagt:

        Hi Clemens,
        vielen Dank. Die sehen tatsächlich sehr vielversprechend aus. Dachte zuerst, das wäre Bastelkram, den hatte ich mit Windows Mediacenter und danach mac Mini mit Elgato Eye-TV und DVB-C Tunern genug. Wenn man dann noch nach Feierabend zu Hause Admin spielen muß, dann macht das irgendwann keinen Spaß mehr. Aber das scheinen ja ganz ordentliche Produkte zu sein, wenn man der Selbstdarstellung des Herstellers trauen darf.
        Wie lange hast du den/die Receiver schon in Betrieb?

        Gruß
        John

      • Clemens sagt:

        Ich nutz den jetzt ein dreiviertel Jahr und bin rundum zufrieden. Gut ist auch: schnelle umschaltzeiten, theoretisch sogar übers Internet bedienbar (Programmierung einer Aufnahme von unterwegs), Streaming auf den Laptop möglich usw. Die Dinger sind schon toll. Ärger mich fast schon, dass ich mit erst letztes Jahr so ein Ding gegönnt habe. Man muss sich halt einen Abend etwas damit beschäftigen und dann läuft die Kiste.

      • Jörg sagt:

        Hi John,
        sofern es bei dir noch nicht „zu spät“ ist, schau dir mal meinen Installatoinsvorschlag an: http://www.meintechblog.de/2017/04/sat-anlage-fuer-bis-zu-24-teilnehmer-mit-nur-einem-kabel-minimalinstallation-mit-maximalleistung/

        Grüße
        Jörg

        PS: Eine VU+ 4k mit VTi-Image ist einfach spitze. Man kann deren Tuner mittlerweile sogar in Plex als VDR nutzen. Das ist mittlerweile meine absolute Traumlösung geworden.

  4. calemaarka sagt:

    Was mir bei Loxone fehlt ist die Möglichkeit bei Ausfall des Servers die Grundfunktion des Schalters erhalten bleibt. Soll heißen, das Licht kann weiterhin immer noch angeschaltet und die Jalousien geöffnet oder geschlossen werden. Mir ist nicht bekannt das Loxone das kann, andere Systeme könne dies teilweise.

    Mir ist aufgefallen das die Bauleistung bei Roth unterschiedlich ist. Wir haben 45 Steckdosen einfach im Leistungsumfang plus drei Cat Dosen. Ihr habt 32 Steckdosen einfach, der Rest erscheint mir gleich. Liegt vielleicht an den unterschiedlichen Haustypen!?

    • John sagt:

      Das hast du den wunden Punkt von SPS, also auch Loxone getroffen. Darüber habe ich auch schon mal geschrieben (Link). Wenn Ausfallsicherheit das Hauptkriterium ist, kommt man eigentlich nicht an KNX vorbei, da hier die „Intelligenz“ auf alle Geräte verteilt ist. Einzige Ausnahme die Visualisierung über den Homeserver oder was auch immer man im Betrieb hat.
      SPSen sind allerdings ziemlich harte Racker, die in der Industrie gerne mal 20 Jahre ohne murren ausharren bevor sie ausfallen.Beim Loxone Miniserver muss man sich eher Gedanken um die SD-Karte mit der Programmierung machen. Das wohl auch nur dann, wenn man wie irre Statistikdaten draufschreibt 😉
      Sollte der Miniserver tatsächlich mal ausfallen, erhält man in der Regel am nächsten Tag Ersatz.
      In der Zwischenzeit könnte man Licht über Stehlampen oder über das Zwischenschalten von Relais ermöglichen. Dann muss man halt zur Verteilung, um das Licht anzumachen. Nicht komfortabel und ganz sicher allergrößter, valider Kritikpunkt.
      Leider muss man für KNX einen ordentlichen Haufen mehr berappen und hat dann noch lange nicht die Funktionalität von Loxone. Da fehlen dann noch immer ein paar Tausender.
      Ich halte das Risiko für vertretbar. Und da Loxone auch mit KNX kann, hat man die Möglichkeit später auch KNX-Aktoren einzubinden, um so eine Fallbackstrategie zu erhalten.

      Bzgl. der Steckdosen. Eventuell liegt es tatsächlich am Haustyp. Eventuell liegt es auch daran, dass ihr eine ältere BLB habt?

    • Jörg sagt:

      Eine Möglichkeit das Problem etwas zu entschärfen, ist die Mischung von Loxone und KNX. Wenn mein Loxone Miniserver ausfällt, lassen sich alle KNX-Aktoren, -Dimmer und -Jalousieaktoren noch vom Schaltschrank aus manuell schalten. Zusätzlich lässt sich bei einem Ausfall über eine sonst ungenutzte Taste des MDT Glastasters (ebenfalls KNX) eine Gruppenmitteilung z.B. an alle Dimmer- oder Jalousieaktoren schicken, um unabhängig vom Miniserver das Licht im gesamten Haus einzuschalten oder die Rollos hochzufahren, damit man wenigstens nicht im Dunkeln sitzt. Diese Mischung macht das Setup aber schon ein gutes Stück komplexer. Kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass sowas viele Unternehmen „out-of-the-box“ anbieten. Mehr Details dazu auf meinem Blog.

      Insgesamt sollte es aber sehr selten passieren, dass der Miniserver streikt. Wie von John schon angesprochen, liegt es dann meist an der SD-Karte. Hier kann man aber auch etwas vorsorgen und die Standard-Karte gegen eine „Industrial“-Variante tauschen, welche mehr Schreib- und Lesezyklen aushält. Habe ich auch gemacht, Kostenpunkt 10-20 Euro.

      Grüße
      Jörg

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