Lange, lange mussten wir warten, bis die Telekom es dann letztlich endlich hinbekam unseren Anschluss im Betrieb zu nehmen. Jetzt wo unser Anschluss mittels FTTH mit der Telekom steht, bleibt allerdings erstmal ein Wermutstropfen.

Kommt der Receiver?

Der letzte Aufreger in unserer Beziehung mit der Telekom war der nicht aufschlagen wollende Receiver. Nachdem die Situation in einem Chat geklärt und auch gleich die Gerätefarbe korrigiert werden konnte, wurde der Receiver dann doch tatsächlich am vergangenen Donnerstag geliefert.

Der Mediareceiver 401 ist da und er ist sogar weiß, nun muss nur noch die passende Leitung dazu kommen.

 

Media Receiver 401

Unser Media Receiver 401 wartet auf Anschluss

 

Die Vorbereitungen waren lange getroffen, so dass der Mediareceiver 401, endlich an Ort und Stelle, nur noch auf den Anschluss warten musste. Noch einmal schlafen……

Kommt der Techniker?

Im Vorfeld wurden wir drei Mal per SMS darauf hingewiesen, dass wir am Freitag doch einen Technikertermin hätten. Ein Mal wurden wir sogar darum gebeten, online den Termin zu bestätigen.

Wenn man mal zurückblickt, muss man sich ganz klar veräppelt vorkommen. Wer hier bisher nicht zuverlässig war, steht doch mal auf der Hand. Und wir sind es nicht gewesen. Natürlich sind das Automatismen, die sicherstellen sollen, dass die wenigen Techniker so effizient wie möglich eingesetzt werden. Bezogen auf die Telekom ist meine Zündschnur in den vergangenen Monaten doch um einiges kürzer geworden, so dass diese Nerverei per SMS mich ordentlich auf die Palme brachte,

Und tatsächlich, gegen 14 Uhr war es endlich soweit, der Techniker kam und startete mit seinen Arbeiten. Besonders viel war natürlich nicht zu tun. Gehäuse für das Modem an die Wand bringen, Modem einklinken, Glasfaser aus der Einführungsbox mit dem Modem verbinden. Netzteil angeschlossen und fertig.

Mein Plan war eigentlich gewesen, das Modem in unserem kleinen Netzwerkschrank unterbringen zu lassen. Dort hätte es sich zwischen all der anderen Technik richtig wohl fühlen können. Platz und eine überspannungsgeschützte Steckdose waren bereits reserviert. Der Techniker beschied meinen Wunsch jedoch abschlägig. Das Modem müsse an die Wand. Wieso ich hier denn keine Steckdose hätte……….. Da hatte ich die Rechnung wohl ohne den Wirt gemacht.

Geschwächt durch einen üblen Männerschnupfen (die Herren verstehen, was ich meine 😉 ) blieben mir die Widerworte im Halse stecken. Nun werde ich nachträglich eine für mich akzeptable Lösung finden müssen.

Der Techniker geht und 25 Mbps bleiben

Anschließend wurde die Verbindung noch mit einem Messgerät überprüft und fertig war der Techniker. Laut Messgerät liegt die bestellte Bandbreite von 100 Mbps an. In der Folge überreichte mir der gute Mann noch einen Haufen Werbung von meinem aktuellen Lieblingsunternehmen. Abschließend wies er mich darauf hin, dass ich doch bitte bei der bald folgenden Befragung zur Kundenzufriedenheit diese mit „außerordentlich zufrieden“ bewerten möge. Das wäre für ihn entgeltrelevant.

Ich zog ihm direkt bei der Verbaschiedung den Zahn, dass ich positiv auf sein Entgelt einwirken können würde. Auch mit der wunschgemäßen Montage des Modems im Netzwerkschrank hätte er das allerdings nicht umbiegen können.

Nachdem der Techniker raus war, ging es für mich erstmal wieder in die Horizontale.

Bekommen wir geliefert was wir bestellt haben?

Am nächsten Tag konnte ich wieder einigermaßen geradeaus sehen und so ging es an die Inbetriebnahme. Während der Receiver keiner besonderen Einrichtung bedurfte, musste ich mein internes IP-Adressschema erneut in die Fritzbox klöppeln. Aus unerfindlichen Gründen hatte das Entfernen des Vodafone Gigacube, der uns in den vergangenen sieben Wochen online gehalten hatte und das Anbinden des Glasfasermodems dazu geführt, dass unsere Fritzbox die DHCP Konfiguration umgewürfelt hatte. Damit waren dann auch die Reservierungen flöten.

Da einige Geräte in unserem Heimnetz jedoch über statische Adressen verfügen, war ein Teil der Haustechnik nicht mehr zu erreichen.

Im Nachgang richtete ich noch die Telefonie ein und kümmerte mich um den VPN-Zugang. Alles ohne besondere Vorkommnisse.

Bei diesen Arbeiten stellte ich aber irgendwann fest, dass sich alle Arbeiten im Internet doch etwas träger als gewohnt anfühlten. Und tatsächlich eine erste Prüfung über Fast.com offenbarte nur rund 25 Mbps statt der georderten 100 Mbps.

Auch wenn gleichzeitig gefühlt 100 weitere Geräte im Haus, Daten über die Faser schieben, viel zu wenig. Allerdings habe ich die Bandbreitenmessung auch ganz gechillt, im Onesie auf der Couch lümmelnd, mit meinem Smartphone vorgenommen.

Während mein Kleidungsstil eher weniger auf das Ergebnis durchgeschlagen haben dürfte, könnten die Randbedingungen für eine Bandbreitenmessung durchaus nicht ganz optimal gewesen sein. Also folgt dann heute Abend eine Messung unter optimalen Bedingungen.

Ich will hoffen, dass es nicht bei dem miserablen Ergebnis bleibt. Bleibt es dabei, werden wir wohl noch so einigen Spaß mit der Telekom haben.

Update: Optimale Bedingungen

Und tatsächlich war es wohl an der Zeit unsere Fritzbox doch einmal auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. Erst der Betrieb an VDSL, dann der Gigacube und nun FTTH, das war wohl zuviel.

Nach der Rücksetzung und Konfiguration nach diesem HowTo von AVM: FRITZ!Box für Betrieb am Glasfaseranschluss einrichten musste ich zwar erneut die Arbeit des Wochenendes wiederholen, wurde aber dann mit annähernd voller Bandbreite belohnt. Die 4 Mbps, die fehlten werden andere Geräte im Haus abgezwackt haben.

Während die Auftragsabwicklung tatsächlich unter aller S.. war, bekommen wir nun endlich wenigstens das, was wir bestellt haben. In einigen Monaten werden der Ärger und die vielen Telefonate vergessen sein und wir uns einzig an der flotten Anbindung mit aktueller Technik und massivem Potential nach oben freuen. Es ist wie nach einem langen Lauf. Irgendwann in der Mitte ist es wie die Hölle. Dann irgendwann ist man die Belastung gewöhnt und hat man erst das Ziel erreicht, ist man einfach nur noch happy.

Danke Telekom, für uns hätte auch ein Spaziergang gereicht.

 

3 Antworten

  1. Pascal sagt:

    Typisch Telekom. Darum bin ich froh das wir eine alternative haben und ich meinem Vorsatz nie mehr Telekom weiter folgen kann. Ich werde dann mal berichten wie das mit DNS-Net so funktioniert hat. Wir ziehen so im Juli ein.

    • John sagt:

      Ich verfolge das Motto: In dubio pro reo. Noch will ich nicht ausschließen, dass meine Fritzbox das Problem bzgl. Bandbreite darstellt.

      Bzgl. der bisherigen Auftragsbearbeitung bin ich allerdings inzwischen wesentlich näher an deiner Haltung, als ich das noch im letzten Juni war.

  2. Benny sagt:

    Es ist schon lustig mit der Telekom: Wir haben ja auch lange gewartet und vor gut einer Woche (6 Wochen nach Einzug) auch endlich unseren Internetanschluss bekommen (ebenfalls FTTH). Das Modem wurde mir z.B. ohne Diskussion in den Netzwerkschrank gelegt, worüber ich nicht traurig bin. Und den Receiver den Ihr zu wenig hattet, haben wir zu viel. Ich hatte kurz nach Beauftragung Entertain wieder storniert, da wir uns nach ein paar Tagen an SAT gewöhnt haben. Und nun kam letzten Freitag trotzdem noch ein Entertain Receiver. Verrückte Welt bei der Telekom…

    Aber Glückwunsch zum Anschluss, ich kann gut nachvollziehen, dass man froh ist und wieder ein Stück Lebensqualität gewonnen hat 🙂

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