Nun hatten wir den Salat. Den Wunsch ein Haus zu bauen, aber keinerlei Ahnung. Es gab nur Fragen und nachdem einige beantwortet waren, hatten wir einen Haufen weiterer Fragen:

Was für ein Haus soll es werden? Wie soll es gebaut sein? Wie groß soll es ein? Wieviel kostet so ein Haus? Und nicht zuletzt, wo stellt man so ein Haus hin?

Der Haustyp

Völlig klar für uns stand von Anfang an, dass wir gerne einen Bungalow hätten, nur hatten wir da noch nicht die Bekanntschaft mit GRZ gemacht. Diese gibt an wieviel der verfügbaren Grundstückfläche tatsächlich bebaut werden darf. Hat man z.B. ein Grundstück mit 500 qm, so darf man bei einer GRZ von 0,2 nur ein Fünftel des Grundstücks, also 100 qm inklusive Terrasse bebauen. Doof, wenn man einen Bungalow mit einer Fläche von 120 qm möchte.

Erste Lektion gelernt: Für einen Bungalow braucht man bei gleicher Wohnfläche ein größeres Grundstück, als für z.B. eine Stadtvilla, die die Fläche ja auf zwei Vollgeschossen verteilen kann.

Die Bauweise

Die Bauweise des Hauses war für uns völlig offen. Während ich eher für eine massive Bauweise aus Porenbeton oder Kalksandstein war, bevorzugte meine Frau eher ein Fertighaus. Eine weitere Variante für mich war ein Haus in Holzständerbauweise, welches jedoch nicht im Werk, sondern direkt auf der Baustelle gebaut wird. Wir beide konnten uns aber auch mit der Präferenz des Anderen anfreunden. Im Bekannten, Kollegen und Freundeskreis konnten alle positives von allem berichten, also legten wir uns hier nicht fest. Hauptsache schnell und schön gebaut, war unser Gedanke.

Die Größe

Da wir uns nicht verkleinern wollten, mussten es mindestens 100 qm werden, da in so einem Haus auch ganz schön viel Flächen für Flure und Hausanschlussraum draufgeht, waren wir schon bei mindestens 120 qm.

Was kostet so ein Haus?

Vertraut man der ersten Recherche im Internet, so kostet ein schlüsselfertiges, schniekes Haus mit 120 qm von diversen Anbietern so um die 150.000 €. „Klasse, das bekommen wir hin!“, war unsere erste Reaktion.
Ein passendes Grundstück, so groß wollen wir es eh nicht, wird so teuer ja auch nicht sein, also sollten vielleicht 250.000€ für Haus und Grundstück genügen…….
Stimmt natürlich nicht, nur wussten wir das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Das passende Grundstück

Wir hatten ja gehört, dass die Grundstückspreise in Berlin und Umgebung in den letzten Jahren kontinuierlich steigen. Nicht nur, dass sie teuer sind, es gibt auch noch verdammt wenige. Wenn es welche gibt, dann landen diese teilweise erst gar nicht bei Immonet oder Immobilienscout und sind direkt wieder verkauft. Ein erstes Ausloten der Preise für verfügbare Grundstücke in Berlin ließ unseren Atem stocken. Da wir gedanklich eher Richtung Süden ausgerichtet sind, fielen diverse Landkreise rund um Berlin für uns flach. Westlich von Berlin gibt es unserer Ansicht nach nur Wald und Seen und wenn man nach Berlin will, muss man riesige Umwege um eben jene in Kauf nehmen. Der Norden ist doof zu erreichen, östlich von Berlin wollten wir nicht und Königs Wusterhausen mit Umgebung ist für uns zu bewaldet.

„Na macht ja nüscht, dann bauen wir halt in Teltow oder so.“

Dass daraus auch nicht wurde und wo wir nun tatsächlich bauen ist in diesem Beitrag zu lesen.

Fazit

Das Thema Hausbau ist ein kompliziertes und so merkten wir recht schnell, dass wir viele Gespräche und noch mehr Recherche im Netz betreiben müssen würden. Hier kamen die ersten Baublogs ins Spiel, die uns doch halfen unsere Fragen zu sortieren und strukturierter an die Sache heranzugehen.

Nächster Beitrag: Informationsbeschaffung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Per Mail über neue Artikel informiert werden!