Nachdem wir im letzten Jahr noch dachten das Thema: Kaminofen, mit einem einzigen, simplen Besuch bei einem Kaminbauer erschlagen zu können. sind wir nun natürlich ein wenig schlauer. Mit den neu gewonnen Erkenntnissen ging es deswegen zu weiteren Anbietern, um ein Gefühl für die Kosten zu bekommen.

Hark Kamin-Studio Berlin Spandau

Bevor wir den Weg nach Spandau auf uns nehmen wollten, riefen wir im Studio an, um einen Termin zu vereinbaren. Am liebsten wäre uns natürlich ein Samstag gewesen, da wir beide berufstätig sind.

Unser Anruf wurde nur fast freundlich entgegengenommen. Die Anfrage nach einem Termin an einem Samstag wurde sofort kategorisch abgelehnt:

Am Samstag ist der Laden immer total voll, da können wir nicht noch Termine machen.

Die Logik hinter dieser Aussage verschloss sich uns leider völlig, da wir der Ansicht sind, dass gerade Terminvereinbarungen dafür Sorge tragen, dass man Verkaufschancen nutzt. Seien wir mal ehrlich, wer geht schon Samstag Mittags einfach mal spontan zu Hark, tätigt einen Impulskauf und nimmt einen Kaminofen mit nach Hause?

Küchenstudios z.B. operieren ja nicht allzu unerfolgreich mit der Herangehensweise: Terminvereinbarung, Beratung, Planung, Verkauf.

Die fast freundliche Telefonstimme machte uns nicht den Eindruck, dass sie an irgendeinem dieser Punkte interessiert wäre. So schnell wollten wir die Flinte aber nicht ins Korn werfen, also baten wir als Kompromiss um einen Termin in der Woche.

„Wie sieht’s mit Dienstag um 13 Uhr aus?“ schallte uns entgegen. Wir teilten erneut mit, dass wir beide berufstätig seien und in der Woche keinen Termin vor 17:30 Uhr wahrnehmen könnten. Daraufhin erfuhren wir, dass Hark in Spandau grundsätzlich keine Termine nach 16 Uhr vergeben würde, da danach ja der Laden ohnehin zu voll wäre.

Dies nahmen wir dann zum Anlass Hark von unserer Liste der möglichen Lieferanten zu streichen. Einerseits wollten wir die armen Mitarbeiter in Spandau nicht zusätzlich unter Stress setzen, schließlich ist der Laden ja immer total voll. Andererseits erschien uns die Aussicht unseren Samstag bei so motivierter Belegschaft und bekanntermaßen vollem Laden, ewig wartend auf Beratung zu verbringen, wenig verlockend.

Feuer & Flamme

Bereits im letzten Jahr hatten wir, damals noch unbelastet von Begriffen wie Raumluftunabhängigkeit und Unterdruckwächtern, über die Website von Feuer & Flamme ein Angebot zu einem Kaminofen eingeholt. Wenige Minuten nachdem wir das gewünschte Modell und die passende Ausstattung gewählt hatten, flatterte ein Angebot in unser Postfach. Nun wollten wir uns beraten lassen, welche Kamine von Feuer & Flamme denn bei unserer Situation (Zentrale Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmeenergierückgewinnung, kurz. KWL) geeignet wären.

Nach einem freundlichen Telefonat machten wir uns also daran den hohen Norden der Hauptstadt zu erkunden. Am Telefon hatte man uns freundlich behandelt und mitgeteilt, dass man am Abend Zeit für uns hätte. Unser, zugegebenermaßen recht weiter Weg, führte uns zur Feuer und Flamme Niederlassung in Berlin Heiligensee.

Hier, kurz vor dem Nieder-Neuendorfer See, befindet sich die Niederlassung im Erdgeschoss eines ziemlich betagten Gebäudes. Als wir auf das Gelände fuhren, waren die Verkaufsräume so abgedunkelt, dass wir schon befürchteten, dass man hier bereits Feierabend gemacht hätte. Aber weit gefehlt, die Mitarbeiterin werkelte hinter einem hohen Tresen an Ihrem Notebook.

Wir teilten mit, was wir denn für eine Ausgangssituation hätten und wurden damit konfrontiert, dass Feuer & Flamme ja gar keine vom DIBt zertifizierten Kaminöfen im Angebot hätte. Hintergrund wäre wohl der, dass sich einige Hersteller die wohl recht teure Zertifizierung sparen würden oder aber die Zertifizierung so lange dauert, dass sie viele Öfen noch nicht durchlaufen hätten. Doofe Situation, hatten wir doch am Telefon bereits mitgeteilt, dass wir einen raumluftunabhängigen Kamin brauchen würden. Das war für uns gleichbedeutend mit der Zertifizierung. In der Realität sieht das also anders aus.

Die Mitarbeiterin erklärte, dass es hier ganz auf den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister ankäme. Manche würden nur zertifizierte Öfen abnehmen, anderen wäre das egal, da diese dann ohnehin einen Unterdruckwächter vorschreiben würden. Dieser würde dann so um die 500€ kosten.

Wir vertagten das hässliche Thema und schauten uns die Öfen an. Leider waren auch viele der ausgestellten Öfen für uns eher mit hässlich zu bezeichnen. Das im Beitragsbild gezeigte Modell hätte dort stehen können. Aber über Geschmack lässt sich nicht streiten. Von den ausgestellten Öfen kam dadurch aber leider keiner für uns in Frage. Unsere Ansprechpartnerin forschte in der Zwischenzeit nach zertifizierten Öfen und fand dann tatsächlich heraus, dass sie wohl doch einige Öfen im Angebot hätten. Die Prospekte wären nur noch nicht auf Stand. Im Katalog fanden wir dann auch ein Modell, welches uns gefiel und das in unser Budget passen könnte.

Leider bietet Feuer & Flamme selber keinen Aufbau an und verweist hier auf einen Dienstleister. Letztendlich war unser Termin in Alt Heiligensee nicht ganz so erfolgreich wie erhofft. Zum Einen hatten wir keinen Kamin begutachten können, der uns gefallen hätte, zum Anderen war die Beratung eher oberflächlich geblieben. Wir waren also nicht Feuer & Flamme und werden unseren Kaminofen wohl eher nicht von hier beziehen.

Ofen-Fischer

Auch mit der Ofen-Fischer Niederlassung in Schönefeld Ortsteil Waltersdorf, schräg gegenüber vom Einrichtungszentrum Waltersdorf, traten wir zuerst telefonisch in Kontakt. Ein Termin an einem der folgende Abende war schnell vereinbart, so dass wir kurz darauf nach Schönefeld fuhren.

Etwas überrascht waren wir davon, dass im Erdgeschoss Küchen ausgestellt und verkauft werden. Bereits auf der Treppe ins Obergeschoss standen allerdings diverse Kaminöfen in vielen Farben und Formen.

Ofen-Fischer in Schönefeld

Ofen-Fischer in Schönefeld

Unser Ansprechpartner Herr Richter empfing uns anfänglich etwas verhalten, stellte dann aber recht schnell fest, dass wir tatsächliches Interesse an den von Ihm vertrieben Produkten haben. Entsprechend fragte er uns nach unseren Wünschen, einem Grundriss und dem künftigen Schornstein. Auch er teilte mit, dass wir mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Unterdruckwächter verordnet bekommen würden. Dessen späteren Einbau könnte man mit recht einfachen Mitteln aber schon vom am Hausbau beteiligten Elektrobetrieb vorbereiten lassen. Einzig ein Leerrohr in die Nähe des Kaminzugs und ein wenig Platz in der Elektroverteilung wären hierfür von Nöten.

Anhand unserer Vorstellungen, unseres Budgetrahmens und den räumlichen Gegebenheiten in unserem künftigen Haus, stellte er uns einige Modelle vor. Allesamt DIBt zertifiziert und unserer Ansicht nach hübsch anzusehen. Das von uns auserkorene Modell fand sich glücklicherweise auch in der Ausstellung und wurde uns gleich erklärt. Zuletzt teilte Herr Richter noch mit, dass sich Ofen-Fischer auch um den Aufbau des Kaminofens kümmern würde und wir in den nächsten Tagen ein Angebot im Postfach hätten.

Bereits am nächsten Tag war es schon soweit. Nicht nur ein Angebot, sondern auch technische Zeichnungen zu den Maßen des angepeilten Kaminofens, dessen Anschlüssen und einer Visualisierung im Raum. Was will man als Kunde bis zu diesem Punkt mehr?  So hatten wir uns auch Termine bei Hark und Feuer & Flamme vorgestellt. Gute Voraussetzung für Ofen-Fischer später tatsächlich unser Partner in Sachen Kaminofen zu werden.

Mit diesen Informationen können wir uns nun an unseren Bezirksschornsteinfegermeister wenden, der uns mitteilen wird ob dieser Kaminofen so bei uns abnahmefähig wäre. Oder aber was wir anstellen müssen, damit er abgenommen werden kann.

1 Antwort

  1. Täglich aktualisiere ich Euren Blog – denn täglich kommt ein neuer, spannender Beitrag!
    Das Thema Kamin wird bei uns dann auch ein Thema werden – wir sind gespannt wie es bei Euch endet und für wen Ihr euch entscheidet. Da Waltersdorf auch bei uns recht nah liegt, steht der Laden schonmal auf unserer Liste =)

    Liebe Grüße

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