Letzte Woche Mittwoch starteten also die Arbeiten auf unserem Grundstück und es wurden die Erdarbeiten Teil 1 abgeschlossen. Bereits am Donnerstag war dann aber auch erstmal wieder Pause. Das hatten wir uns eigentlich irgendwie anders vorgestellt.

Start mit Nachbrenner

Obwohl Bau-GmbH Roth noch bis KW 35 Zeit gehabt hätte, mit den Bauarbeiten zu beginnen, ging es bei uns nun ja schon im KW 31 los. Sage und Schreibe 4 Wochen vor der Deadline!

Nicht unerheblich war bestimmt, dass wir den von Roth Massivhaus ohnehin beauftragten Erdbauer mit einem kleinen Zusatzauftrag bedachten.

Für die Anlieferung von Sand, Stahlbewehrung, Beton, Filigrandecke und Dach benötigen wir eine Baustraße, auch Kranstellplatz genannt. Für diesen werden 30 cm Erde ausgekoffert und durch lagenweise verdichtetes Beton Recycling Material ersetzt.

Wie meist üblich, wählten wir hierfür einen Platz auf dem Grundstück, an dem das Material später auch sinnvoll eingesetzt werden kann. Neben dem Ort der späteren Terrasse wird oft auch die Position gewählt, an der später Stellplätze sein werden. Da die Terrasse hinter dem Haus sein wird und wir mit einem Carport planen, bot sich an den Kranstellplatz hier herzustellen. Rund 850€ später, müssen wir nun keine Angst mehr davor haben, dass ein LKW bei Regen nicht mehr vom Grundstück kommt.

Bye, bye, Pampa

Vor einigen Wochen entfernte ich ja aus einer Laune heraus noch unsere Disteln. Ich hatte die fixe Idee die wild wuchernden Gewächse sonst nie wieder los zu werden.

Außer, dass ich gelernt habe, dass einfache Gartenhandschuhe kein Hindernis für Distelstacheln sind und die Dinger verdammt fies pieken, war diese Aktion nun völlig sinnfrei.

Wieso? Weil wir uns dazu entschieden haben die Vegetation samt 10 cm Oberboden vom gesamten Grundstück abziehen zu lassen. Das Material durfte dann auch gleich postwendend auf die Deponie. Stattliche 68 Kubikmeter und die stolze Summe von 2.300€ kamen für das Abtragen und die Entsorgung zusammen.

Margeritenfeld mit Disteln

Vorher

Blanker Boden

Nachher

 

Der Aushub aus der Baugrube soll dann später genutzt werden, um den Niveauunterschied zur Bodenplatte auszugleichen.

Tieferlegen ist so 90er, deswegen haben wir uns bei unserem Haus für SUV-Feeling entschieden.

Quatsch, aufgrund der schlechten Sickerfähigkeit des Untergrunds wird unser Haus leicht angehoben, so dass wir kein Stauwasser an der Hauswand haben werden. Entsprechend benötigen wir Aushub, um das Grundstück zu modellieren.

Geschäfte machen leicht gemacht…

… dank unseres Dixi-Klos.

Während wir bei einigen anderen Baufirmen auch hierfür hätten selbst sorgen müssen, ist das formschöne und später sicher auch geruchlich sehr interessante Bauklo, Bestandteil der Leistungen von Roth Massivhaus.

Unser Dixi-Klo

Formschön und noch nicht geruchlich belastet, unser Dixi-Klo.

Somit hätte es eigentlich in dieser Woche mit voller Kraft weitergehen können, aber da hatten wir die Rechnung ohne den Bauzeitplan gemacht, den wir am vergangenen Freitag erhielten.

Hierin sind Erdarbeiten und Bodenplatte in einem drei Wochen umfassenden Block zusammengefasst. Ganz naiv hatten wir erwartet, dass es ja sicher ganz schön dauern würde so eine Bodenplatte herzustellen. Weit gefehlt. Ganze drei Tage soll es nur dauern.

Dadurch ist es dann auch nicht wirklich tragisch, dass in dieser Woche nichts auf unserem Grundstück passiert.

Am Montag geht es dann wieder mit der Herstellung des Steifenfundamentes los, steigert sich am Dienstag mit der Herstellung der Bewehrung und erreicht am Mittwoch den Höhepunkt mit der Lieferung des Beton.

Wenn alles glatt liefe, könnte es dann ab KW 34 in die Höhe gehen. Wir sind gespannt.

Zwischenzeugnis für unseren Bauleiter

Kommunikation ist alles, so lautet meine Devise. Es kann mal etwas schief laufen, das ist nicht zu vermeiden. Dann muss aber zuallererst kommuniziert werden! Dann kann man auch an der Lösung des Problems arbeiten.

Klappt Kommunikation nicht zu „Friedenszeiten“, ist es meiner Ansicht nach mehr als unwahrscheinlich, dass sich dies in Krisenzeiten ändert.

Hier verdient sich unser Bauleiter gerade ein Fleißbienchen nach dem anderen. Ich werde ihn darum bitten müssen, dass er beim nächsten Treffen sein Muttiheft mitbringt 😉

Tatsächlich funktioniert die Kommunikation mit ihm bisher vorbildlich. Eine kurze Nachfrage von uns per E-Mail wird per E-Mail beantwortet und ggf. von einem erklärenden Telefonat flankiert. Auch bei einer kleine Unstimmigkeit mit unserem Erdbauer vermittelte unser BL ganz souverän und informierte uns über die Lösung per Kurznachricht.

Roth Massivhaus hat also einen Bauleiter 4.0 unter Vertrag. Yippie, so darf es gerne weitergehen.

Monat war gestern, ab jetzt ist nur noch KW

Bislang rechneten wir in Monaten, seitdem wir nun unseren Bauzeitplan in Händen halten, rechnen wir in Kalenderwochen. Sämtliche Gerätschaften in unserem Haushalt zeigen nun auch Kalenderwochen an, was vorher so nicht der Fall war.

Im geteilten Familienkalender sind bereits die einzelnen Bauphasen eingetragen, so dass wir auch an der Supermarktkasse und im Fahrstuhl parat haben, wann denn nun die Filigrandecke kommen soll oder der Trockenbau planmäßig starten müsste.

Uns ist nichts passiert, wir haben nur Urlaub

Vielen Dank übrigens für die freundlichen Nachfragen, ob bei uns alles in Ordnung wäre. Vier Tage ohne Beitrag schienen einigen wohl zu viel. Tatsächlich genießen wir derzeit die letzten Tage unseres Urlaubs, da wir nun damit rechnen bis Februar nächsten Jahres ein wenig mehr Stress als zuvor zu haben.

Gut zu hören, dass ihr wissen möchtet, was hier passiert.

Ich dachte schon, die Anzahl der Posts wäre zu hoch, weswegen noch immer nicht alle Abonnenten auf die neue Liste umgestiegen sind. Kleine Erinnerung für all jene, die noch die alte (unzuverlässige) Variante verwenden. Demnächst klemme ich die doofe Technik ab!

Wegen des Datenschutzes darf ich nicht einfach eure E-Mail Adressen übernehmen, weswegen ich euch bitten möchte die Anmeldung selbst vorzunehmen.

Anmelden tut nicht weh, kostet nichts und lässt sich ggf. auch schnell wieder rückgängig machen. 

Aber wer will das schon 😂

 

7 Antworten

  1. Adrian sagt:

    Da isser wieder 🙂

    Das mit dem Bodenaushub ist eine feine Sache. Genau so plane ich das auch bei uns. Ein befreundetet Fetischist des englischen Rasens hat es auch so geraten: „Leih dir n Bagger, entferne 10-20 cm der obersten Schicht und fülle das mit Mutterboden auf. Ordentlichen rasen sähen, reichlich bewässern und voilà!.“
    Den ersten Schritt dazu habt ihr ja schon gemacht. *thumpsup*
    Deine Erfahrungen (und Kontakte….und Angebote…und Rechnungen) werden am Ende für uns alle eine sehr gute Planungsgrundlage sein. Wenn du uns denn lässt 🙂
    Viel Erfolg die kommende Woche

  2. Henric sagt:

    Hi John,

    in Deinem Artiklen „Medienschutz und Gartenarbeit“ schreibst Du unten in dwn Kommentaren, dass H&P ca. 10,- pro Qubikmeter Erde abfahren nimmt. Jetzt sind es aber plötzlich 2300,- für ca 70 Qubikmeter???
    700,- hätte ich mir ja noch gefallen lassen. Natürlich muss das jeder für sich wissen. Wir haben eigentlich geplant, dass wir uns ein Maschine leihen, mit der msn den Boden auflockert, und dann die Pflanzen entfernt. Vielleicht unterschötzen wir aber auch, wieviel dort so im Boden ist

    • John sagt:

      Hi Henric,
      der Preis von H&P im besagten Beitrag war nur für Aufnehmen und Abfahren des ohnehin anfallenden Aushubs gemeint. Eure und unsere Baufirma muss ja die Baugrube sowieso ausheben, das bezahlt ihr ja nicht extra.

      Bei unserer Aktion, die ja die Entfernung der ganzen Biomasse im Sinn hatte, entstand ja zusätzlicher Aushub, der vorher vom Grundstück abgezogen werden musste.
      H&P nimmt für das Ausbaggern und seitliche Lagern rund 14€ je Kubikmeter. Damit ist man dann schon näher dran. Außerdem waren andere Positionen des Gesamtauftrages bei dem von uns gewählten Betrieb günstiger.

      Der nun beauftragte Erdbauer musste für diese Aktion außerdem mit großem Gerät anrücken, um das ganze Grundstück in endlicher Zeit zu bearbeiten und konnte sehr schnell starten. H&P wäre im Endeffekt unter Ausschluss einer Position etwas günstiger, dafür aber später vor Ort gewesen.

      Bzgl. Vegetation:

      Ich glaube tatsächlich, dass du die Arbeit, die in der Entfernung des Bewuchses lauert, unterschätzt. Auch das Ergebnis wird sicher ein anderes sein, befürchte ich, wenn ihr das selber macht.
      Allerdings muss man das ja auch nicht zwingend machen.

  3. Jule sagt:

    Hi John. Wieviel Quadratmeter Fläche habt ihr denn? Wir werden mal 600 haben und da weiß ich nicht genau mit welchen zusatzkosten wir planen müssen.

    Kannst sonst auch nur „mehr“ oder „weniger“ schreiben.

    Wir fahren fast jedes we nach ludwigsfelde. Ich bleibe immer an deinem Grundstück stehen.
    Finde den Blog hier super

    • John sagt:

      Hallo Jule,
      vielen Dank für das Lob. Bitte gerne weitersagen, auf Facebook liken oder sonstwas 🙂
      Welcher Bauanschnitte ist dein „Eurer“? 1.2?

      Unser Grundstück ist „nur“ 524 qm groß.

      Grüße
      John

  4. Henric sagt:

    Jule war doch aus 2.1 oder 2.2 richtig ?

  5. Jule sagt:

    Richtig Henric,
    Waren fast die letzten, die noch ein Grundstück in 2.2 erhalten haben. Wir fangen also gerade erst mit der Finanzierung an. Und da will ich nichts vergessen. Dank dem Blog bin ich gut vorbereitet (rede ich mir zumindest ein)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Per Mail über neue Artikel informiert werden!